Vorgestern war ich das erste Mal in meiner neuen Schule, welche zwar relativ imposant, aber dafür nicht so gut wie deutsche Schulen ausgestattet ist. Und erhielt meinen Stundenplan und meine für mich verantwortliche Lehrerin, die leider kein einziges Wort englisch spricht, wodurch die Kommunikation sich im Moment noch in Grenzen hält, sonst aber sehr nett ist. Mein Stundenplan sieht so aus, dass ich jeden Tag 5 Stunden mit meiner Klasse zusammen unterricht habe, bis halb zwölf, dann 1 ½ Stunden Mittagspausen und anschließend mit den anderen drei Austauschschülern zusammen 2 Stunden Chinesischunterricht habe.
Danach wurden wir von unserer Direktorin zu einem Mittagessen eingeladen, ein Willkommensessen, wie die Direktorin es nannte, für mich eher eines wie viele der letzten Tage.
Gestern hatte ich dann meinen ersten Schultag, als ob ich mit meinen blonden Haaren und der Zivilkleidung nicht schon genug aufgefallen wäre, kam ich gleich zum Fahnenappel zu spät. Dieses Prozedere dauerte fast eine Stunde und bestand aus dem Fahnenhissen und dem Halten von Reden, nach denen alle klatschten, und ich mir vorbehielt, nicht zu klatschen, da ich rein gar nichts verstehen konnte und wahrscheinlich auch nicht wollte.
Danach hatte ich die Ehre dem Englischunterricht zu folgen, wobei mir gesagt wurde, dass sie die beste Englischlehrerin an der ganzen Schule sei, wovon ich wenig mitbekam, da sie wie viele Chinesen gebrochenes Englisch gesprochen hat. Wenn mein Chinesisch gut genug ist, könnte ich mich glatt als Nachhilfelehrer engagieren. Dann folgten Mathe, 2 Stunden Chinesisch, welche für mich aber eher interesselos sind, da sie ganz auf Chinesisch sind.
Mittags fuhren wir dann zum Krankenhaus, wo wir die physical examination für die Verlängerung unseres Visa auf ein Jahr bestehen mussten. Wir wurden wirklich auf Herz und Nieren getestet, Blutabnahme, Röntgen, Augentest und Kreislauftest.
Nachdem wir dies überstanden hatten und auf dem Nachhauseweg waren, zankten sich meine Gastmutter und eine Lehrerin so hart darüber wer das Taxi bezahlt, dass der Taxifahrer schon gar keines mehr haben wollte.
Heute wurde ich wieder wie ein dressierter Affe irgendwelchen wildfremden Leuten vorgestellt, wobei alle Kinder mir als Bruder oder Schwester bekannt gemacht werden. Bis jetzt versucht meine Gastmutter mich noch an der Leine zu halten wie meinen kleinen Gastbruder, aber ich werde versuchen jetzt irgendwelchen Sport regelmäßig auszuüben, da ich sonst bei den Maßen an Nahrung, die ich aufnehmen soll, in einem Jahr aussehe wie mein Gastbruder.
Subscribe to:
Post Comments (Atom)
3 comments:
Seid gegrüßt oh großer delong.
Es ist mir eine Ehre ein paar Zeilen von eurer Erhabenheit lesen zu dürfen. Die Sache hier find ich prima, macht richtig spaß zu lesen was dir so passiertt und was die Chinesen so mit dir anstellen, echt super!!! Deine E-mail Adresse hab ich jetzt ja auch. Also ich meld mich nochmal ausfürlicher.
David
Hallo, Großer Delong!
Haben mit viel Interesse Deine ersten Erlebnisse/Eindrücke gelesen und werden dies auch weiter tun.
Melde Dich, falls Du Oropax brauchst - wir senden es Dir gerne aus D zu!!
Grüße aus dem verregneten und stürmischen Berlin
Christian und Monica Stutterheim
hallo joseph! :) ich find die seite hier echt cool und klingt, als ob dein leben in china recht aufregend ist! vor ein paar tagen haben wir uns das video von deiner abschiedsparty angesehn, da war seeeehr viel griesbrei im spiel! :) freu mich, wenns dir gut geht in china und hoffe für dich, dass es weiterhin spannend bleibt! viele grüße von deiner dich vermissenden klasse, die sami
Post a Comment