Wednesday, February 14, 2007
Die große Chinareise
Eine kleine Photopräsentation: http://www.zippyvideos.com/5434911186653176/untitled_0009/
Ein später Bericht über die chinesische Weihnachtszeit
In China zieht sich im Moment ein grundlegender Umbruch statt, in dem es vorrangig darum geht den Westen so exakt wie nur möglich zu kopieren. Dies kann man auch schon sehr gut an dem wichtigsten westlichen Fest Weihnachten erkennen, da der Großteil aller Geschäfte Weihnachten bereits als besonderen Kassenschlager entdeckt hat. Auf der anderen Seite aber fast noch niemand Weihnachten zelebrieren tut, außer einigen Schulen wie meiner. Man sollte es sich aber nicht als Party vorstellen, sondern eher als typische chinesische Veranstaltung, das bei Weihnachten so aussah.
Die erste Absurdität äußerte sich dadurch, dass nur die 15 besten Schüler in Englisch zur Veranstaltung eingeladen wurden und so eine besondere Ehre war, wenn man eingeladen wurde. Und da es ja einen Sinn haben musste, dass die besten Englischschüler kamen, wurde das Ereignis auf Englisch abgehalten. Das zeigte sich indem englischsprachige Lieder vorgesungen wurden und die Moderatoren versuchten einen amerikanischen Akzent aufzusetzen, was sich eher wie chinesisch als amerikanisch klang, aber schließlich muss man es ja üben. Der Höhepunkt des Events aber waren wir, die Austauschschüler, frisch importiert aus Europa um in Weihnachtsmannkostümen ein paar chinesische Lieder zu trällern, was für Chinesen höchst wahrscheinlich besonders amüsant anzusehen war.
Sonst entwickelt sich hier alles relativ gut, abgesehen davon, dass sich mein Chinesisch durch die Heterogenität zum Deutschen nicht so leicht wie Englisch erlernen lässt. Aber manchmal ist es nötig mehr Zeit in etwas zu investieren, was dafür aber auch von sehr großem Vorteil im späteren Leben sein kann. Dennoch versuche ich meine Zeit hier in Jiamusi zu genießen, auch wenn das oft durch die Temperaturen( aktuell -25°C), die chinesischen Sitten und die Möglichkeiten in dieser Stadt nicht besonders leicht fällt. Ich habe in den letzten vier Monaten sehr viel über die Mentalität der Chinesen gelernt und bin um ein zig faches
Saturday, November 25, 2006
Meine Freizeitaktivitäten und mein erster chinesischer Geburtstag
Aber passend zu meinem Geburtstag, hat die Regierung die Seite freundlicherweise wieder freigestellt. Daher will ich aus zeitlichen Gründen über den Blog an alle Danksagungen geben, die sich den Aufwand machten um mir eine Geburtstags-E-mail zu schicken. Ich würde es lieber persönlich machen, dies ist aber aus zeitlichen Gründen im Moment nicht möglich.
Mein chinesischer Geburtstag begann mit der typischen chinesischen Nudel. Ich betone Nudel, da es nur eine lange Nudel ist, die das lange Leben verkörpern soll. Da ich aufgegessen habe, denke ich jetzt natürlich, dass sich dies auch bewahrheiten wird. Da hier wirklich alles von der Schule organisiert wird, gab es zu meinem Geburtstag keine Ausnahme. Und so ging ich mit den anderen Austauschschülern und unseren Chinesischlehrerinnen essen und danach Karaoke singen. Aber die Besonderheit an diesem Abend war, dass auch noch zwei ausländische Lehrer kamen, von denen eine Kolumbianerin ist und der andere Schweizer. Da der Schweizer vom deutschsprachigen Teil kommt, hatten wir eine hitzige Konversation, in der er mir einen kurzen Abriss seines Lebens gegeben hat. Das wie folgt aussieht: Nachdem er seine Lehre als LKW-Mechaniker in der Schweiz aufgegeben hatte, ist er zwei Jahr mit einem Kleinbus durch Europa getourt. Diesen musste er dann in Istanbul verkaufen, da er sich sonst das Ticket nach Thailand nicht hätte leisten können. Darauf hin ist er mehrere Jahre als Rucksacktourist durch Asien gereist. Und schließlich aus finanziellen Gründen hier gelandet, da er einen für chinesische Verhältnisse gut bezahlten Job angeboten gekriegt hat und so nicht nein sagen konnte. Das war mein erster chinesischer Geburtstag und vielleicht auch nicht der Letzte.
Langsam fühle ich mich hier Zuhause. Es wird zwar nie wie in Deutschland werden, da die Unterschiede zu groß sind und ich hier hauptsächlich durch mein Aussehen auch nie wirklich integriert sein werde. Aber ich versuche mich so gut es nur möglich ist zu adaptieren. Und natürlich zusätzlich dadurch unterstützt, dass ich keine so großen Freiheiten wie in Deutschland genießen kann und dadurch nicht alle meine Affinitäten ausleben kann.
Meine normale Woche besteht aus Thai Chi, Tae Kwon Do und Chinesisch lernen, wobei ich die größte Aufmerksamkeit meinem Chinesischlernen zukommen lasse.
Meine sportlichen Ambitionen sind Thai Chi und Tae Kwon Do, ich aber sagen muss, dass Tae Kwon Do nicht chinesisch sondern koreanisch ist. Tae Kwon Do ist sehr nützlich, da ich dabei all die Wut und den Stress herauslassen kann, der sich über die Woche angestaut hat. Thai Chi ist das genau Gegenteil davon, man spannt aus und lässt seinen Körper zu Ruhe kommen.
Das Ziel meines Chinesischlernens ist das bestehen von der höchsten Stufe des HSK. Dieser ist ein Test vergleichbar mit TOEFL in Englisch, bei bestehen einer der höchsten Stufen, ist es einem erlaubt in China zu studieren. Ich schreibe jeden Tag 5 Stunden Schriftzeichen in der Schule, habe 2 Stunden lang Chinesischunterricht und spreche so viel wie möglich Chinesisch mit meiner Gastfamilie.
Zusätzlich dazu verbessere ich jeden Tag mein Englisch, indem ich mit den anderen Austauschschülern rede und mit englischen Büchern chinesisch lerne.
Und ich unterrichte jeden Abend meinen Gastbruder deutsch, da er plant das nächste Jahr als Austauschschüler in Deutschland zu verbringen.
Es ist nicht gerade ein entspanntes Leben, was ich hier führe. Aber ich denke, dass es sich auszahlen wird. Spätestens bei der Jobsuche, wenn ich sagen kann, dass ich fließend chinesisch sprechen kann. Im Moment ist es zwar nur ein Traum, jedoch gerade dadurch arbeitete ich hier so hart.
Ich habe dennoch meinen Spaß. Da ich an den Wochenenden mit den anderen Austauschschülern versuche so viel Spaß, wie in dieser kleinen Stadt nur möglich ist, zu haben, z.B. Tanzen oder Karaoke singen gehe. Wir frequentieren diese Plätze aber auch nicht.
Saturday, October 21, 2006
Mein erster kleiner Trip Richtung Korea (31.9.- 3.10.)- My first small trip direction Korea
Am 31.9. fuhr ich mit meiner Gastmutter, meinem Gastbruder und einem Verwandten nach Harbin, wo mein Gastvater schon vor dem Hotel wartete, in dem wir die Nacht verbrachten.
Am darauf folgenden Morgen mussten wir um 5 Uhr aufstehen. Dann fuhren wir mir 15 anderen, mir nicht bekannten, Personen zu einem Ort, von dem ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste. So durfte ich für 10 Stunden die Rückbank vom Auto mit meinem Gastbruder und meiner Gastmutter teilen.
Nach einer ruhigen Nacht im Hotel, machten wir uns auf die Reise zum „Chang Bai Shan“. Dieser ist ein noch aktiver Vulkan an der nordkoreanischen Grenze, der ein bekanntes Wahrzeichen von China ist. Der Aufstieg stellte für einige meiner Mitreisenden eine kleine Hürde dar, da der einzige Weg eine steile Steintreppe war. Aber am Gipfel der Treppe angekommen, vergisst man dies, durch die Schönheit geblendet, sehr schnell. Nachdem ich, auf Bitten ihrerseits, unzählige Fotos mit unbekannten Chinesinnen geschossen hatte, ging es zurück nach Harbin, wie ich dachte. Aber ich hatte mich mal wieder geirrt und so ging es ins Hotel in der nächst größeren Stadt.
Am nächsten Tag machten wir dann eine Bootstour auf einer traumhaften Seenplatte, dessen Namen ich nicht weiß. Leider war es an diesem Morgen sehr nebelig, wodurch man nicht allzu viel sehen konnte. Abends speisten wir dann auf dem Land, auf dem elterlichen Bauernhof der Initiatorin dieser Reise. Dort konnte ich den Unterschied zwischen dem dörflichen und städtischen Leben in China mit eigenen Augen sehen. Drei Personen wohnten in einem mit Zeitung aufgeklebten Raum. Da wurde mir wieder klar, was für ein Glück ich doch habe.
Am 3.10. fuhren wir endlich nach Harbin, wobei meine Vorfreude unberechtigt war. Es ist auch nur eine sich schnell entwickelnde Industriestadt ohne wirklich alte Gebäude. Da die Chinesen alle alten Gebäude abreißen und durch Neue ersetzen. Das beste Beispiel ist meine Stadt, wo es fast kein Gebäude gibt, welches älter als 50 Jahre ist.
I had seven days vacations in the first week of October, whereas all others in the school have just gotten 3 days vacations. As this is the best school in Jiamusi and so they have to learn more. Relaxing has is not an essential vaue in modern China. You always have to think of your future. But I have also noticed with astonishment that the German grammar students have a are at on once lucky and unfortunate. I have heard of the French that French students get so much home works that they are occupied till going to sleep and the Italian school day looks similar. But in comparison to the Chinese student,, they´re still slackers . The normal week of a Chinese high school student: 12 hours of school and 3 to 4 hours of studying from Monday to Friday. And on Saturday may just go 6 hours to school. So there is more time for learning and doing homework.
On October 31, a relative drove my host mother, my host brother and me to Harbin, where my host father was waiting in front of the Hotel, in which we spent the night.
At the following morning I had to get up at 5 o’clock. Then, we drove with fifteen other, to me unknown, people to a place, of which at the time, I also did not know. So I could share the rear bench of the car with my host brother and my host mother. After a restful night in the hotel, we continued our journey to the Chang Bai Shan. This is still active volcano on the North Korean border, which is also a famous Chinese landmark. The descent posed a small hurdle for some of my fellow passengers. But reaching the top of the staircase and blinded by the surrounding beauty, you forget about the effort. Having shot countless photos with unknown Chinese, we would return to Harbin, or so I thought. But I was wrong again and we arrived at a hotel in the next bigger town.
On the next day we made a boat tour on a phantasmagoric lake, whose name I am not aware of. What a pity that it was very nebulous on this Morning. The evening, we were dining in the country, on the parental farm of the initiator of this travel. There I could see the difference between the country and city life in China with my own eyes. Three persons lived in a with papers stuck room. That was when I realized, how fortunate I actually am.
On October 3, we finally drove to Harbin, a city that had filled me with anticipations. Harbin is also a fast developing industrial town without any really old buildings. The Chinese have a tendency to tear down any old building and replace it by a new one. The best example is my town where there almost no building is older than 50 years.
Monday, September 25, 2006
Der chinesische Himmel
Wie man es sich denken kann, ist dieser das Essen. Hier dreht sich alles ums Essen, daher steht meine Gastmutter auch den ganzen Tag in der Küche und köchelt vor sich hin. Eigentlich dreht sich alles um diese überlebenserhaltende Substanz, angefangen beim 5*-Frühstück, über die mit kleinen Restaurants gefüllten Straßen, bis zu Kaufhallen voller frischer Köstlichkeiten. Aber das schönste Beispiel ist immer noch der Gastbruder von dem französischen Gastschüler, der sich Bilderbücher mit Essen anschaut, um seinen Hunger zu stillen. Man sieht es den meisten Chinesen aber auch nicht an, dass sie den ganzen Tag fast nur diese Tätigkeit ausüben. Außer bei Einigen, welche aber auch nur die Opfer der ein Kind-Politik sind. Da die Mütter ihre ganze „Liebe“ einem einzigen Kind zukommen lassen können und für ihre Kinder alles tun, was schnell ausarten kann. Die Kaufhallen sind eigentlich riesige Frischwarenhallen mit allem, was man sich vorstellen kann. Und die Preise sind niedrig, dass man schon förmlich verführt wird etwas zu kaufen. Man bekommt zum Beispiel für 30 € eine fünfstöckige Hochzeitstorte.
Man findet an jeder Ecke einen Lastwagen, aus dem heraus für ein paar Cent Wassermelonen oder anderes Obst verscherbelt wird.
Der Besteckkasten meiner Gastfamilie ist sehr einseitig mit Stäbchen bestückt, wobei Chinesen zur Nahrungsaufnahme auch nicht mehr benötigen. Wenn es zu flüssig ist wird es unter lautem Schlürfen getrunken, andernfalls schmatzend mit Stäbchen förmlich verschluckt. Und das chinesische Fleisch ist so faserig, dass man immer Zahnstocher dabei haben sollte.
Zum Frühstück darf ich mir mehr oder weniger freiwillig Tofusuppe und das Fleisch vom Vortag zu Leibe führen, aber was ich eher bevorzuge ist Sojamilch mit Teigstangen als Beilage.
Zur Mittagszeit esse ich in der Kantine, wo relative viele verschiede Sachen zur Verfügung stehen, unter denen wir Austauschschüler meistens etwas Essbares finden. Da wir uns aber noch nicht wirklich an das chinesische Essen gewöhnen konnten, haben wir uns einmal etwas geleistet, was dem westlichen Geschmack hier am nächsten kommt. Und das ist in Jiamusi KFC, leider befindet sich hier kein McDonalds oder Burger King, trotzdem war es für uns ein Genuss.
Abends werde ich von meiner Gastmutter mit Obst, Fleisch und Gemüse verwöhnt, im Vergleich zu Deutschland ein bisschen fettiger. Manchmal gehen wir auch spontan essen, da eine Tafel für mehrere Personen nur ein paar Euro kostet. Nach dem Mahl lassen die Chinesen immer alle Reste zum Mitnehmen einpacken, weil man ja nicht verschwenderisch wirken will und für sein Geld so viel möglich bekommen will.